www.babyschwimmen.info

Wellness für das Baby oder Kleinkind
Navigation
  • Startseite
  • Bildergalerie
  • Allg. Informationen
  • Fragen u. Antworten
  • Kurstermine u. Gebühren
  • Anfahrt
  • Gästebuch
  • Anmeldung u. Reservierung
  • Kontaktformular
  • Impressum
| Drucken |

 

Informationen


1. Die Geschichte zum so genannten „Babyschwimmen“ 
2. Geschichtlicher Überblick!
3. Warum zum Babyschwimmen?
4. Welches sind die Ziele des "Babyschwimmens"?
5. Welchen nutzen hat das Babyschwimmen?
6. Voraussetzungen
7. Was ist, wenn das Baby das Chlorwasser nicht verträgt?
8. Babyschwimmen in öffentlichen Gewässern
9. Tauchen: Ja oder Nein
10. Tauchtechniken
11. Gefahren beim Babyschwimmen
12. Hygiene und Krankheitsverhütung
13. Anzeichen des Frierens
14. Indikationen und Kontraindikationen
15. Was wird in einem Babyschwimmkurs gemacht?
16. Babyschwimmen – Was muss ich im Unterricht beachten?
17. Was braucht man zum Babyschwimmen?

 



1. Die Geschichte zum so genannten „Babyschwimmen“
Der Begriff "Baby-Schwimmen" ist grundsätzlich falsch. Vielmehr handelt es sich um eine spezielle Form der Eltern-Kind-Gymnastik in dem Medium Wasser. Bedauerlicherweise hat sich der Begriff "Baby-Schwimmen" in der Umgangssprache unausrottbar etabliert und wird daher zum besseren Verständnis auch in diesem Text benutzt.
In den 70er Jahren wurden unter dem Schlagwort "Baby-Schwimmen" Übungen mit sehr jungen Säuglingen im Wasser durchgeführt, die für den Säugling gefährdende Momente enthielten und zudem für seine Entwicklung ohne größeren Nutzen waren. Man verwies darauf, dass das Ungeborene in einem flüssigen Milieu aufwachse und ein früher intensiver Wasserkontakt demnach physiologisch sei. U.a. interpretierte man reflektorische, schlängelnde Körperbewegungen als spontan beginnende Schwimmbewegungen. Mit "Tauchübungen" sollten Wassergewöhnung und Wassersicherheit erzielt werden.
Zwischenzeitlich hat sich die Einstellung grundlegend gewandelt. Heute wird im "Baby-Schwimmen" nur noch eine spezielle Form der Eltern-Kind-Gymnastik im Wasser gesehen. Keinesfalls werden dadurch Schwimmfähigkeiten erlernt und gelehrt. Bedingt durch die frühe Wassergewöhnung kann man jedoch im "Baby-Schwimmen" durchaus eine frühe Zwischenstation auf dem Weg zum Schwimmen lernen in einem späteren Alter sehen. Erst beim Kleinkind können, entsprechend seinem Entwicklungsstand, motorische Fertigkeiten mit dem Ziel gefördert werden, frühzeitig ein technisch richtiges Schwimmen zu lernen. In den meisten Institutionen wird das von FIRMIN bzw. BAUERMEISTER angeregte Einteilungsschema benutzt:


I. Baby-Schwimmen = Mutter-Kind-Gymnastik
2.-12. Lebensmonat
13.-18. Lebensmonat

II. Kleinkinderschwimmen
15. Lebensmonat bis 3 1/2 Jahre

III. Vorschulkinderschwimmen = technisiertes Schwimmen
3 ,5 - 6 Jahre

In der DLRG wird die Gruppe III als Kleinkinderschwimmen (KKS) bezeichnet und die Kinder gleichfalls an das technische Schwimmen herangeführt.

... zum Seitenanfang




2. Geschichtlicher Überblick!
Das Babyschwimmen ist entgegen landläufiger Meinung keine Modeerscheinung.
Schon immer haben Mütter in verschiedensten Ländern der Erde ihre Säuglinge frühzeitig in natürlichen Gewässern mit dem Wasser vertraut gemacht. Schriftsteller und Völkerkundler berichten von Badeszenen, bei denen Mütter mit ihren Neugeborenen über die normale Körperreinigung hinaus im Wasser spielten und plantschten.
Schon zum Ausgang des letzten Jahrhunderts erschienen Wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema. In verschiednen Ländern, wie England, Niederlande und Deutschland wurden Forschungsprojekte zu diesem Thema ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es weltweit Studien über das Säuglings- und Kleinkinderschwimmen. 1968 wurde z.B. an der Sporthochschule Köln damit begonnen und 1975 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Laut dieser Untersuchung beeinflussten Bewegungen im Wasser die Kinder intensiver als Bewegungen an Land. Auch gezielte Bewegungsschulung in den ersten 22 Monaten sollten die späteren motorischen Bewegungsfertigkeiten nachhaltig beeinflussen. Trotz diesen Untersuchungen fand das Säuglingsschwimmen bei Pädagogen und Sportwissenschaften erst in den siebziger Jahren grösseres Interesse.
Seit Mitte der 90er Jahre wird an Sporthochschulen die Unterrichtsforschung im Säuglings- und Kleinkindbereich durchgeführt. Die veröffentlichten Ergebnisse: Säuglingsschwimmer zeichnen sich gegenüber ihren Altersgenossen durch eine bessere situative Anpassung, grössere Selbstsicherheit und Selbständigkeit aus.
Inzwischen wird Babyschwimmen durch die Medizin, Pädagogik und Sportwissenschaften erforscht und stetig weiterentwickelt. Durch die Entdeckung der Ultraschalluntersuchungen, die Forschungsergebnisse über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib, können die Inhalte beim Babyschwimmen besser begründet werden.
Bereits zwei Weltkongresse übers Babyschwimmen haben stattgefunden und es wird ein europäischer Zusammenschluss aller Institutionen, die sich mit Baby- und Kleinkinderschwimmen befassen, angestrebt. Tagungen und Kongresse finden alle zwei Jahre statt: 2001 z.B. in Argentinien.
In den siebziger Jahren noch ging es darum wessen Baby am längsten in Rückenlage schweben oder untertauchen konnte. Dies gehört der Vergangenheit an! Heute wird nicht mehr experimentiert, das Baby soll nicht Schwimmen lernen, sondern das Element Wasser "wiederentdecken", entspannen wie auch aktiv sein dürfen und dies mit der Mutter oder dem Vater mit Hilfe einer gut ausgebildeten Kursleitung.

... zum Seitenanfang




3. Warum zum Babyschwimmen?
Ein neugeborenes Kind kennt das Element Wasser bereits aus dem Mutterleib, deshalb wird es ab der achten Lebenswoche die Zeit im Wasser mit den Eltern sehr genießen. Alle Bewegungsabläufe sind im Wasser viel
leichter zu vollziehen als außerhalb. Wasser stimuliert die Bewegungsfähigkeiten und die Sinnesfähigkeiten des Babys, es vermittelt neue Eindrücke und fördert die geistige Aufnahmefähigkeit des Kindes.
Im Babyschwimmen wird kein Kind das richtige Schwimmen lernen, sondern spielerische Erfahrungen im Element Wasser machen! Es soll nichts lernen müssen, sondern Spaß mit den Eltern und den anderen Kindern im Wasser haben und dabei noch gymnastische Bewegungen machen.
Von vielen Eltern wird heute die geistige Entwicklung auf Kosten der Anregung der körperlichen Entwicklung gefördert. Die körperliche Entwicklung wird durch die Wassererfahrung nachhaltig beeinflusst, das Wasser wirkt auf alle Organsysteme, besonders auf die Atmung. Das Kind lernt im Wasser früher als an Land, sich zielgerichtet zu bewegen und findet große Freude an dieser Fähigkeit. Die geistige Entwicklung wiederum wird durch den engen Eltern-Kind-Kontakt gefördert, das Vertrauen und die Sicherheit von Kind, aber auch von Eltern, im Umgang miteinander wächst. Das eigenständige Tun des Kindes wird durch die Körpererfahrung im Wasser verbessert. Die soziale Entwicklung profitiert durch den Kontakt zu anderen Kindern und Eltern und dem gemeinsamen Spiel.

... zum Seitenanfang




4. Welches sind die Ziele des "Babyschwimmens"?
Das Babyschwimmen verfolgt mehrere Ziele.
Durch die fehlende Schwerkraft im Wasser kann das Baby seine Extremitäten wesentlich leichter bewegen und schult so seine gesamte Motorik und Körperkontrolle. Die physikalischen Eigenschaften des Wassers sorgen für eine Stimulation von verschiedenen Rezeptoren. Der physikalische Druck des Wassers fördert die Atemfunktion. Der Massageeffekt des Wassers führt zu einer Stimulation der taktilen Wahrnehmung (Babys nehmen besonders viele Reize über den Tastsinn ihrer Haut auf). Der abwechselnde Reiz der Wassertemperatur fördert die Abwehrkräfte eines Babys. Auf den Händen der Eltern oder durch den Einsatz von Schwimmhilfen balanciert das Baby sein Gleichgewicht. Der intensive Kontakt der Eltern und des Babys im Wasser fördert die emotionale Bindung miteinander. Das Baby wird spielerisch mit dem Element Wasser vertraut und lässt keine Wasserängste entstehen. Babys haben keine angeborene Angst vor dem Wasser - falls Sie Angst haben, sind die Ängste ihrer Eltern bereits auf sie übertragen!
Die Ziele des Baby- und Kleinkinderschwimmen liegen in der allgemeinen und speziellen Förderung, der emotionalen Unterstützung, der Eltern- Kind- Beziehung, der Verbesserung von sozialen Verhaltensweisen und in der psychisch,- intellektuellen Entwicklung des Kindes. Das Säuglings- und Kleinkinderschwimmen beinhaltet keine Leistungsgedanken.


- Freude am Wasser
- Spiel und Bewegung im Wasser
- Umgang mit Spielgeräten
- Eigeninitiative
- Kreativität, das Kind ausprobieren lassen
- Spontaneität
- Selbstständiges Fortbewegen mit und ohne Auftriebshilfen

... zum Seitenanfang




5. Welchen nutzen hat das Babyschwimmen?
Das Baby gewöhnt sich an das Wasser
Förderung der motorischen Entwicklung, da die Bewegung im Wasser leichter läuft und das Baby dort seine Hilflosigkeit überwindet und Bewegungen machen kann, die ihm sonst nicht möglich sind
Das Gleichgewicht wird trainiert, neue Sinneseindrücke werden vermittelt
Die geistige Aufnahmefähigkeit des Babys wird gefördert
Das Baby lernt, im Wasser nicht in Panik zu geraten, sondern sich im Wasser und unter Wasser zu orientieren und rettende Gegenstände oder den Beckenrand zu ergreifen
Das Baby gewinnt an Selbstbewusstsein und Vertrauen
Es regt Kreislauf und Durchblutung an
Außerdem auch ein positiver Nebeneffekt: Das Baby toleriert das Duschen und Haarwaschen besser!
Es macht Eltern und Babys Spaß und fördert ihre Bindung
Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas
Spiel und Spaß
Anregung von Herz, Kreislauf und Atmung
Freude
Soziale Nähe und intensives Kümmern der Eltern
Mobilisierung der großen Gelenke und Wirbelsäule
Segmente Druckeinwirkung auf Hüfte und Beine
Druckeinwirkung durch veränderten Wiederstand
Angenehme Temperatur - wohlfühlen
Entspannung
Großflächiges streicheln der Haut durch das Wasser
Kennenlernen anderer Eltern und Kinder
Förderung der Wahrnehmung

Säuglingsschwimmen ist die beste Art, um gegen Bewegungs- und Haltungsschäden vorzubeugen
Säuglingsschwimmen ist eine Frühförderung, die der ganzen Familie Spaß macht

... zum Seitenanfang




6. Voraussetzungen

Von Seiten des Kindes:
Grundsätzlich können alle infektfreien Kinder am „Babyschwimmen“ teilnehmen. Sie sollten jedoch eine altersgerechte Entwicklung haben. Zumindest müssen bei dem jungen Säugling (entsprechend Gruppe 1) der Schluck-, Husten- und Niesreflex vorhanden sein.
Von Seiten der Eltern:
Eltern, die ihr Kind zum Babyschwimmen begleiten, sollten sich im brusttiefen Wasser bewegen können.

Selbst schwimmen zu können ist keine Grundvoraussetzung, hilft aber sehr, denn eventuelle Unsicherheit wird sich auf das Kind übertragen, was den Zielen des Babyschwimmens entgegenläuft.

Wasserqualität
In der BRD ist die Aufbereitung und Desinfektion von Schwimmbadwasser gemäß DIN 19643 vorgeschrieben. Danach muss das Beckenwasser Trinkwasserqualität haben. Die Einhaltung der DIN-Norm wird in regelmäßigen Kontrollen durch das Gesundheitsamt überwacht. Gefordert wird insbesondere Keimfreiheit, Chlorüberschuss und ph-Einhaltung. Außerdem wird die gesamte Filtertechnik vorgeschrieben.
Wassertemperatur:
Im Wasser erfolgt der Wärmeverlust durch Konvektion. Sie ist bei Säuglingen und Kleinkindern durch den ungünstigen Oberflächen-Volumen-Quotienten gegenüber dem Erwachsenen deutlich größer. Die wärmeabgebende Körperoberfläche ist größer als der wärmeproduzierende Körperkern. Um die Körpertemperatur des Säuglings konstant zu halten, ist bereits außerhalb des Wassers die untere Grenze des Regelkreises zu höheren Temperaturen verschoben. Daraus ergeben sich als sog. Neutraltemperaturen für das Wasser für Kinder bis 3 Jahren eine Wassertemperatur von 32° und bis 6 Jahren von 31,5° bei einer Aufenthaltsdauer von 20min – 30min.

Zum Thema Chlor:
Entgegen der verbreiteten Meinung ist nicht Chlor der Auslöser für Erscheinungen, wie trockene, gereizte Haut oder, „Kaninchenaugen“. Reizstoffe entstehen erst aus der Verbindung von Chlor mit z.B. Schweiß, Schmutz, Körper- oder Sonnenlotion etc. Es ist daher unbedingt notwendig, dass Eltern mit ihren Kindern vor Betreten des Wasser duschen, um die o.a. Stoffe von der Haut zu entfernen.

... zum Seitenanfang




7. Was ist, wenn das Baby das Chlorwasser nicht verträgt?
Die Schwimmbäder der Krankenhäuser verfügen über Trinkwasserqualität und werden vom Gesundheitsamt regelmäßig kontrolliert. Aus Hygienegründen muss dem Wasser allerdings Chlor beigesetzt werden. In wenigen Fällen treten bei Babys Chlorallergien auf (meistens wenn bereits eine Allergie im Verwandtenkreis vorliegt.) Ich empfehle allen Eltern nach dem Wasseraufenthalt das Baby abzuduschen und besonders bei trockener Haut einzucremen.

... zum Seitenanfang




8. Babyschwimmen in öffentlichen Gewässern:
Nur in als solchen gekennzeichneten Badestränden wird der Keimgehalt der offenen Gewässer regelmäßig kontrolliert. Die Wasserqualität kann aber auch dann auf keinen Fall mit der, der Hallenbäder verglichen werden. Außerdem wird in unserem Klima nie eine für das Baby-Schwimmen erforderliche Wassertemperatur erreicht. Allein schon aus diesen Gründen ist das Baby-Schwimmen in offenen Gewässern auf keinen Fall zu empfehlen.

... zum Seitenanfang




9. Tauchen: Ja oder Nein
Ob das Baby „getaucht“ werden möchte, liegt an den Eltern. Beobachtet man solche Praktiken, kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass Babys das nicht sonderlich mögen. Es wurde dabei zu Grunde gelegt, dass ein Säugling von Geburt an über einen Atemschutzreflex verfügt. Wird das Gesicht durch Wasserspritzen oder anblasen gereizt, wird die Stimmritze geschlossen und Wasser schlucken ist unmöglich.

Prof. Dr. Karl Rosen, ein Neuropädiater aus Schweden hat dieses Phänomen untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Reflex nicht existiert.

Ein Säugling schließt bei Reizung des Rachens den Kehldeckel, damit kein Fremdkörper in die Luftröhre gerät. Über diesen Reflex verfügen alle Menschen, egal welchen Alters. Jedoch läuft der Schließmechanismus z.B. bei Behinderten langsamer ab und das führt zu häufigem Verschlucken bei der Nahrungsaufnahme, auch Nichtbehinderte können den Kehldeckelschluss beeinträchtigen. Wem ist es noch nicht passiert, dass er sich verschluckt, weil er z.B. beim Essen gesprochen hat und nicht ganz bei der Sache war.

Beobachtet man die unterschiedlichen Tauchtechniken, so erkennt man leicht, dass durch ein vorangestelltes Signal (z.B. Spritzen, Blasen, Anheben, Akkustische Signale) „klassisch Konditioniert“ wird und das Kind nach „Versuch und Irrtum“ lernt, sich nicht zu verschlucken. Nur so ist es auch zu erklären, dass viele Kinder bei den ersten Tauchversuchen weinen, bis sie gelernt haben, sich nicht zu verschlucken.

So lange dieser Schutz noch nicht richtig erlernt ist, nutzen Kinder den LRC- Reflex (Laryngeal Apneic Reflex; Kehlkopfreflex), der die Stimmritze und den Kehlkopfdeckel schließt, wenn der Rachen gereizt wird. Bei wiederholtem Tauchen wir der LRC- Reflex nicht mehr genutzt und die Kinder schützen sich wie Ältere durch Luft anhalten. Wichtig ist zu wissen das die Kinder sich anfangs verschlucken können.

Aus dem selben Grund wehren sich auch normal entwickelte Säuglinge gegen das gewaltsame Untertauchen.


Es ist also festzuhalten, dass beim Säuglings- und Kleinkinderschwimmen nur anfangs ein Reflex vor dem Verschlucken schützt. Den späteren Schutz müssen die Kinder über „klassisches Konditionieren“, „Versuch und Irrtum“ oder „Assoziation“ erlernen.

... zum Seitenanfang




10. Tauchtechniken
Bei dem vermeintlichen Auslösen des „Schutzreflexes“ wird den Kindern


Ins Gesicht gespritzt
Ins Gesicht geblasen
Ein akustisches Signal gegeben (z.B. Untertauchen oder bis drei gezählt)
Ein motorisches Signal gegeben (z.B. Anheben und Senken)
Bei der Wassergussmethode soll das Kind vorbereitet werden, dass nach dem Begießen des Kopfes ein Tauchgang folgen soll. Das Kind kann nun über Mimik und Körpersprache signalisieren, ob es dazu bereit ist. Bei einigen Kursen tauchen die Kursleiter die Kinder, bei anderen müssen die Eltern ihre Kinder selbst untertauchen.
Die meisten Kinder werden bäuchlings vorwärts ein Stück unter Wasser gedrückt. Andere werden senkrecht nach unten gedrückt oder tauchen auf dem Arm eines Erwachsenen senkrecht ab. Dabei kann leicht Wasser in die Nase eindringen.
Während sich ein Teil der Kinder verschluckt und sich gegen das Untertauchen wehrt, lernen einige Kinder nach anfänglichen kurzem Untertauchen sogar eine größere Strecke unter Wasser zurückzulegen.
Sie sollten Ihr Kind immer in Anwesenheit eines erfahrenen Kursleiters tauchen, der Ihnen sicher noch ein paar praktische Tipps mitgeben kann!!!
Tipps wie z.B.:


Techniken zum sicheren halten
was tun bei verschlucken

... zum Seitenanfang




11. Gefahren beim Babyschwimmen:
Aufsicht und Sorgfaltspflicht

Sturzverletzung, z.B. beim ausrutschen
Vergiftungen durch „große Mengen“ Chlorwasser / Seife / Haarshampoos usw.
!!! Das Wasser im Schwimmbecken hat übrigens Trinkwasserqualität,

das heißt das Schlecken von Wasser allein verursacht keine Vergiftung!!!

Erstickungsanfälle, z.B. durch Verschlucken von Kleinteilen
Die unaufmerksamen Momente der Eltern stellen z.B. eine Gefahrenquelle dar- wenn die Kinder mit
dem Schwimmreifen oder den Schwimmflügeln unbeachtet und außerhalb der Reichweite der Eltern schwimmen. Dazu eine Anmerkung: Ältere Geschwisterkinder können deshalb nur sehr bedingt in den Kurs integriert werden; empfehlenswert ist dann eine zweite Begleitperson.
Verschluckt sich das Kind an Wasser, so setzt das Husten und Niesen reflektorisch ein und befördert das Wasser wieder aus den Luftwegen heraus. Heran nehmen des Kindes an den eigenen Körper, Blickkontakt, beruhigendes Zusprechen und Stützen am Hinterkopf, sowie Klopfen auf den Rücken.
Eltern oder Begleitpersonen die mit dem Kind zum schwimmen kommen

haften und übernehmen die volle Verantwortung für ihr Baby!!!

... zum Seitenanfang




12. Hygiene und Krankheitsverhütung
Am Schwimmen können natürlich nur Säuglinge teilnehmen, die sich gesundheitlich wohl fühlen
Schnupfen: Ob man mit einem Schnupfen zum Schwimmen gehen sollte, ist eine Ermessensfrage, die von Eltern zu treffen ist. Anzuraten ist es, die Taschentücher am Beckenrand zu platzieren, um dem Säugling mehrmals die Nase putzen zu können, da die warme und feuchte Luft förderlich auf das Abschnupfen wirkt. Auf das Tauchen sollte in diesem Falle verzichtet werden.
- Lange Haare zusammen binden
- Vor und nachdem schwimmen duschen
- Nachdem Wasseraufenthalt warm duschen
- Trockenes Handtuch sollte bereits im Bad bereit liegen- nasse Bekleidung sofort ablegen
- Das An- und Auskleiden wird vorbeugend im „Zwiebelsystem“ vorgenommen, damit sich kindliche Körper Stückchenweise an die Temperaturveränderung anpassen kann
Massierendes eincremen, warmer Tee oder stillen fördert das Aufwärmen der Säuglinge
Zwischen einer Impfung und einer Kursstunde sollten 3 Tage liegen, zusätzlich (vermeidbare) körperliche Anstrengungen

... zum Seitenanfang




13. Anzeichen des Frierens
Mangelnde Hautdurchblutung:

Fingertest: Zeigefinger auf den Unterarm des Säuglings gedrückt – bleibt die Druckstelle über längere Zeit hell gefärbt ist die Hautdurchblutung stark reduziert

an den Herzfernen Körperteilen, Händen und Füssen, ist ein „Blass werden“ der Haut am ehesten zu erkennen
zusammenkauernde Haltung
starren Gesichtsausdruck
verringerte Bewegungsfreude (Kind weint)
auch Schluckauf kann ein Anzeichen für Unterkühlung sein
zittern – kann aber auch en Zeichen für Aufregung sein!

... zum Seitenanfang




14. Indikationen und Kontraindikationen
Jedes Kind kann am Säuglings- und Kleinkinderschwimmen teilnehmen.
Bei einem leichten Nasenlaufen ist das Schwimmen kein Problem, nur bei Fieber oder einer Pilzinfektion sollte auf die Teilnahme an der jeweiligen Übungsstunde verzichtet werden. Ebenso sollte man nach einer Impfung drei Tage vergehen lassen, bevor Sie mit Ihrem Kind an der Übungsstunde wieder teilnehmen.


KONTRAINDIKATIONEN:

Absolutes Schwimmverbot:
- Ohrenentzündung
- Augenentzündung
- Durchfall
- Ansteckende Krankheiten
- Fieber
- Infektionen allgemein
Es sollte auf das Schwimmen verzichtet werden
- Das Kind hat schlecht geschlafen
- Das Kind fühlt sich nicht wohl
- Das Kind lässt sich im Wasser nicht beruhigen

... zum Seitenanfang




15. Was wird in einem Babyschwimmkurs gemacht?
Die Babys werden spielerisch an das Wasser gewöhnt, z.B. werden Lieder gesungen und dabei geplanscht, gespritzt und geblubbert
Durch Bewegungen im Wasser wird der Körper mittels des Widerstands besser spürbar
Es wird geübt, einen festen Gegenstand im Wasser zu greifen
Es wird geübt am Beckenrand hochzuklettern
Die Babys lernen, auf einem schwimmenden Objekt (z.B. Matte) zu sitzen, krabbeln und/oder zu laufen
Das Baby lernt, dass es durch Bewegung der Beine im Wasser vorwärts kommt und übt somit bereits schwimmähnliche Bewegungen.
Die Babys werden an Auftriebshilfen u.ä. gewöhnt
Das Baby lernt unter Wasser die Luft anzuhalten

... zum Seitenanfang




16. Babyschwimmen – Was muss ich im Unterricht beachten?
Im Wasser eine möglichst schultertiefe, vertikale Eintauchposition von den Eltern und ihren Säuglingen einnehmen
Aus dem Wasser ragende Körperteile ständig durch überstreichen benetzen
Immer auf die Zufriedenheit des Kindes achten – friert das Kind, sollte der Unterricht abgebrochen werden
Nach 20 Minuten lässt die Konzentration und Bewegungsintensität merklich nach, so dass die Schwimmstunde mit einem Ausklang beendet werden sollte

... zum Seitenanfang




17. Was braucht man zum Babyschwimmen:

Für das Kind:

- Badehandtuch
- Badehose (an den Beinchen abschließend) oder Schwimmpampers
- Ein Badeanzug für Mädchen ist nicht sinnvoll, da man die Kinder schlechter halten kann – sie rutschen leicht von der Hand, bei verschiedenen Haltegriffen/Haltetechniken.
- bruchsicheres Fläschchen (nur wenn nötig)
- evtl. ein vertrautes, wasserfestes, schwimmendes Spielzeug
- warme Söckchen, Mütze usw. (je nach Wetter)
- Körpercreme oder Öl (nach dem Schwimmen verwenden)
- Badeschuhe (nur für Kinder die schon laufen können)

Für Sie:
- Badeanzug bzw. Badehose
- Flip-Flops - Badesandalen - Badeschuhe
- Handtuch
etc.

Als Tipp: Babys am Vorabend nicht mehr eincremen, da sie dann ebenfalls rutschig sind.

... zum Seitenanfang